MERK

Bereichernde und inspirierende Täuferkonferenz

In Sumiswald fand vom 17. bis 20. Mai 2012 die Mennonitische Europäische Regionalkonferenz MERK 2012 zum Thema «Hände reichen über Grenzen» statt. Markus Rediger, Leiter des täuferisch-mennonitischen Kongresses zieht Bilanz.

Die MERK 2012 hat sich zum Ziel gesetzt, Zeichen gegen Ausgrenzung zu setzen. Inwiefern ist dies gelungen?
Das sichtbarste Zeichen gegen Ausgrenzung waren die Teilnehmer aus aller Welt. Alle Kontinente, über 35 Län-der waren in Sumiswald vertreten. Aber auch Vertreter von Politik, der Kirchen, anderer Religionen und der Wirt-schaft waren dabei. Wir hatten offizielle Übersetzungen in sechs Sprachen.

Gab es auch Impulse die über den Rahmen der Konferenz hinaus?
Wenn ich mir den Ablauf der MERK Revue passieren lasse, dann kommen mir viele Impulse in den Sinn, die das Thema verständlich machten und Inputs zum Hände reichen im Sinn und nach dem Vorbild von Jesus Christus gaben. Die über 40 Workshops auch zu vielen gesellschaftsrelevanten Themen sprachen eine deutliche Spra-che. Besonders eindrücklich waren die Geschichten, die illustrierten, wie Händereichen konkret aussieht in Lang-nau, Mindanao, Simbabwe, den USA und Berlin. Wer dem Mörder seiner Kinder vergeben kann wie die Ami-schen in Nickel Mines oder wer Kriegspartien eine Plattform des Dialogs schafft und immer wieder belebt wie die Mennoniten in den Philippinen, der überwindet wirklich Grenzen.

Was ist der Grundtenor der Rückmeldung der über 800 Teilnehmenden? Wie war die Stimmung an der Konferenz?
Die Stimmung war sehr erfreulich. Wir haben unzählige positive Feedbacks erhalten. Die Teilnehmenden fühlten sich wohl und gut aufgehoben. Die Hilfsbereitschaft der Helfer, die Organisation und die Themenangebote wur-den geschätzt. Menschen aus allen Generationen empfanden den Anlass als bereichernd und inspirierend.

Wann und wo findet die nächste MERK statt? Warum sollte man daran teilnehmen?
Die nächste MERK soll 2018 in Frankreich stattfinden. Es lohnt sich auf alle Fälle, daran teilzunehmen: Um Ge-meinschaft zu pflegen und sich davon inspirieren zu lassen, wie andere ihren Glauben leben. Und als Mennoni-ten nicht zuletzt, um die internationale mennonitische Familie nicht aus den Augen zu verlieren.